4,5 Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus, und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind[a].
Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus,
Dies ist eine Vision der Macht, Stärke und des Zorns Gottes; all dies steht in Beziehung zum THRON als dem Sitz des Gerichts. Der wahre Gott verursacht Erdbeben (Jeremia 10,10) oder regiert mit einem eisernen Zepter (Psalmen 2,4–9).
Der Blitz ist heute ein Phänomen, das für das Ökosystem der Erde erst seit „der SINTFLUT“ charakteristisch ist. Vor der SINTFLUT fiel kein Regen auf die Erde. Das Wetter befand sich im Gleichgewicht (ein „Treibhauseffekt“); die Pflanzen gediehen inmitten dieses nebligen, feuchten Schleiers (1. Mose 2,5–6). Zur Zeit „der SINTFLUT“ ereignete sich ein Ereignis, das dazu führte, dass sich die Erde öffnete, die Atmosphäre in Bewegung versetzte und Wolken sowie sintflutartige Regenfälle hervorbrachte (1. Mose 7,11–12).
Aus physikalischer Sicht entsteht ein Blitz durch ein Ungleichgewicht elektrischer Ladung. Weiche Hagelkörner fallen herab, während kleine Bruchstücke dieser Körner – positiv geladen – abbrechen und nach oben getragen werden. Dieser Unterschied im Ladungspotenzial liegt in der Größenordnung von 100 bis 1000 Volt pro Zentimeter. Während dieser Prozess des Abbrechens von Eisstücken von den Hagelkörnern fortschreitet, baut sich ein enormes Potenzial auf. Damit ein Funke überspringen kann, muss das Durchschlagspotenzial erreicht werden – dieses liegt zwischen 10.000 Volt pro Zentimeter (bei feuchter Luft) und 30.000 Volt pro Zentimeter (bei trockener Luft). Ein Blitz bildet sich, sobald innerhalb der Wolke eine Potenzialdifferenz von 10.000 Volt pro Zentimeter vorliegt. Ein „Pilotleader“ (Vorleiter) der Entladung ist etwa 100 Meter lang, bevor er von der Wolkenbasis her eine Neutralisierung erfährt.
Einige Wolken geraten jedoch derart aus dem Gleichgewicht, dass sich der Blitz vom Boden her speisen muss. Etwa 5 bis 50 Meter über dem Erdboden trifft der „Pilot Leader“ auf einen „Streamer“, der vom Boden aufsteigt. Die daraus resultierende Erhitzung und Ausdehnung der Atmosphäre erzeugt den Donner, den wir hören.
Der Kern all dieser Diskussionen ist, dass während dieses Prozesses gewaltige Mengen an Energie erzeugt werden. Dies lässt einen sich fragen, ob Gott und der THRON nicht in Wirklichkeit eine riesige Energiequelle sind????? Siehe Psalm 29.
und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind[a].
Auch im Himmel ist der Heilige Geist gegenwärtig – wenngleich Er zu Pfingsten (Apostelgeschichte 2,3) und bei der Taufe Jesu in Gestalt einer Taube (Matthäus 3,16–17) auf die Erde gesandt wurde. Johannes, der Verfasser dieser Offenbarung Jesu Christi, war von der Gegenwart des Heiligen Geistes (bzw. der Geister) an dieser Stelle ebenso tief beeindruckt wie bereits in seiner Grußformel in Offenbarung 1,4. Dass die sieben Geister hier gemeinsam mit Blitz und Donner erwähnt werden, stellt sie (Ihn) in einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Gericht (dem Geist des Gerichts und der Verbrennung – Jesaja 4,2–6).
Jesus weist in Johannes 16,7–11 auf die Rolle des Heiligen Geistes hin:
Hier, in diesem Vers, befinden sich die Geister in ihrer Richterrolle; denn diese Vision spielt im Himmel, wo es keine Ungläubigen gibt und die Gläubigen „gewaschen und entrückt“ worden sind. Die Sünde ist verbannt, und die Gerechtigkeit herrscht.
[a] od. darstellen / bedeuten.